Überlegungen zur  Schaffung unserer Smart-Toller© Zucht

oder warum unsere Hunde heute so früh sterben und was wir dagegen tun wollen.

Seit Entstehung der dokumentierten Rassehundezucht in Europa vor gut 100 Jahren, sind die Menschen stolz auf Ihre gezüchteten Vierbeiner. Bekannt ist jedoch auch, dass die ca. 500 registrierten und bei den internationalen Verbänden zugelassenen Rassen, die ja nicht vor 100 Jahren plötzlich da waren, sondern auch schon das Resultat der durch den Menschen durchgeführten Selektion waren, genauso wie die ernsthaft und mit Leidenschaft gezüchteten, nicht bei den internationalen Verbänden zugelassenen Rassen, Mischlinge aus regionaler und von Menschen gesteuerter Selektion sind. Nicht mehr und auch nicht weniger. Jedoch haben diese Rassen sich bis die reinrassige Zucht im Zuge der immer mehr um sich greifenden Industriealisierung zum Geschäft wurde, immer weiter zum gesunden Hund mit bestimmten für den Menschen nutzbaren Eigenschaften entwickelt. Im Zuge der Entstehung einer weltweit agierenden Wirtschaft wurde auch der Hund als "Ware" entdeckt. Hier entstand die gewerbliche von Gewinn geprägte "Rassehundezucht" die mit fortschreitender Zeit und Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Zuchtlinien, auch immer mehr Krankheiten mit sich brachte. Hier wurde der Natürlichkeit, ja der Evolution, zum reinen Nutzen des Menschen vorgegriffen, jedoch wurde die Auffrischung der Blutlinien nicht berücksichtigt und  somit, wie garnicht anders möglich, in der allgemein praktizierten reinrassigen Zucht immer mehr immer enger verwandte Hunde miteinander verpaart. Die Ergebnisse sehen wir heute überall. Namhafte Wissenschaftler bestätigen, dass es heutzutage keine reinrassig gezüchtete Hunderasse mehr gibt, die nicht durch das Einwirken des Menschen schwere und schwerste Krankheiten im Erbgut mit sich trägt.


In dieser Art der Rassehundezucht werden unterschiedliche Generationen eines bestimmten Standards, ausschließlich mit den Hunden weitergezüchtet, die diesem Ideal so genau wie möglich entsprechen. Hieraus resultierend, entstanden die vielen Rassehundeschauen, auf denen Hunde ausschließlich nach Ihrem äußeren Erscheinungsbild beurteilt werden. Wie viele weltweit anerkannte Kynologen, bin auch ich der Meinung, dass die rein auf das äussere Erscheinungsbild abzielenden Zuchten, immer weiter zur Erkrankung ganzer Rassen führen und diese für die gesunde Weiterzucht unbrauchbar und zu einem unkalkulierbaren Risiko für die Gesundheit unserer Hunde machen und für die betroffenen Tiere zu großen Teilen eine bestialische Qual bedeuten. Auch dort wo Experimentalzuchten mit den Ursprungsrassen einer Rassezucht in vielerlei schlau klingenden Zuchtverfahren durchgeführt werden, die aber nach unserer Meinung das Übel nicht bei der Wurzel packen, sondern die vielen Erbkrankheiten weiter verteilen steht heute leider oft der Gedanke an Geld an erster Stelle.

 

Die Folgen sind z.B. Autoimmunerkrankungen und chronische Allergien etc., die durch stark negativ beeinflusste Immunsysteme entstehen und durch weitere Inzucht immer mehr gefördert werden. Das geschieht durch den immer schmaler werdenden Genpool dieser ansonsten wunderbaren Rassen, der um adäquat auf äußere Reize reagieren zu können, unausweichlich nur durch Vergrößerung sprich Einkreuzung verträglicher Rassen, verbessert werden kann. Der aktuelle Inzuchtkoefffizient der Nova Scotia Duck Tolling Retriever weltweit, beträgt z.B. 26%. Somit sind die Toller untereinander verwandter als Vollgeschwister. Hier ist es unmaßgeblich ob ein Züchter nun eine Linie in Europa oder auf der anderen Seite des Erdballs auswählt. Die einzige Chance auf gesunde und lang lebende Hunde ist eine präzise Selektion bei der das äußere Erscheinungsbild nicht die "erste Geige" spielt, sondern die Gesundheit und die erreichten Lebensalter der Vorfahren. Bei einem Inzuchtkoeffizienten von 26% noch bestimmte Farbschläge von der Zucht auszuschließen, obwohl gerade die fehlfarbenen Tiere oft eine besondere Gesundheit aufweisen, ist nach unserer Meinung verwerflich, ignorant den Tatsachen gegenüber und unmoralisch. Dieses elitäre Gedankengut schmälert den Genpool der Rassen nur noch weiter und sorgt für die Herabsetzung der erreichbaren Lebensalter, was natürlich dafür zuverlässig Sorge trägt, dass mehr Hunde in immer  kleiner werdenden Zeiträumen benötigt werden und somit zwar den aktuellen Missständen erheblich in die Hände spielt aber natürlich für steigenden "Umsatz" sorgt..


Kommen wir also zu unseren Zuchtgedanken und somit zunächst zum Begriff der Auszucht, die in der allgemeinen Tierzucht wohl bekannt und weit verbreitet ist. In dieser Auszucht werden fremde Zuchtlinien und auch artverwandte Rassen in ausgewählte Zuchtlinien eingekreuzt, um die gewünschte Gesundheit, Vitalität, lange Lebensfähigkeit und Fitness mit einem somit stark vergrößerten Genpool zu erreichen. Diese Hybridzuchten sind bei den heutzutage für die Hundezucht nach eigenen Angaben zuständigen, größeren Verbänden, nicht realisierbar, denn diese halten sich genau an von Ihnen selbst erstelle Regeln, die aus vielerlei Blickwinkeln betrachtet, völlig veraltet und längst antiquiert sind, so dass Hunde einer Rasse nur untereinander gepaart werden dürfen. Leider erkennen diese Verbände völlig gesunde und zur Zucht zugelassene Tiere nicht an die nicht von Mitgliedern dieser Verbände aus den dort entstandenen Zuchtlinien entstanden sind und lehnen eine Verpaarung, auch wenn sie der Verbesserung des weltweit existierenden Genpools innerhalb und ausserhalb dieser Verbände dient, kategorisch ab. Warum das so ist konnte mir bis heute niemand verständlich machen.


Wir haben uns, auch bedingt durch eigene Erfahrungen, voller Überzeugung dazu entschieden, uns von den diesen Verbänden fernzuhalten und den Weg der Auszucht in einem Verein zu beschreiten, in dem diese Zucht fachgerecht und professionell von uns durchgeführt werden kann, wir sehr gut betreut sind und jede noch so komplizierte Frage beantwortet bekommen.  Auf eine sogenannte offizielle Anerkennung durch einen großen nationalen oder internationalen Hundeverband, haben wir aus den verschiedensten Gründen immer verzichtet und waren vollkommen überrascht als unser Projekt dann doch von einem internationalen Verband beurkundet und  weltweit gültig anerkannt wurde.  Aber es ist uns nach wie vor genügend Anerkennung, die wunderbaren und gesunden Hunde aus unserer eigenen wie auch der Zucht aus früheren Projekten z.B. die des Aussitollers und die Goldentollig Zucht aus der Nordheide zu sehen und deren Entwicklung zu verfolgen, die zwar anders vorgehen jedoch Ihre ganz eigenen Ziele erreichen.


Für die wieder reinrassige Zucht der Smart-Toller© benötigen wir im Minimum 15 Jahre, denn u.a. muss der Nachweis von mindestens 5 Generationen erbracht sein, die dann nicht untereinander gekreuzt sind. Ab der 5. Generation sollten sich bis zur 7. Generation Regelmäßigkeiten im Erscheinungsbild und in der körperlichen Konstitution eingestellt und gefestigt haben.
Was wir auf keinen Fall praktizieren ist die Inzucht, in den meisten Fällen als Inzestzucht auch heute noch sehr häufig durchgeführt, somit eine Verpaarung von sehr nahe verwandten Hunden z.B. Mutter/Sohn oder Vater/Tochter, was eine große Gefahr für Gesundheit und wie sooft verdrängt, auch das Wesen der Hunde in sich birgt. Dieses Vorgehen ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel, wird jedoch auch von keinem Tierschutzverband, soweit uns bekannt, zielführend bekämpft. Aber diese Art der Zucht bringt natürlich sehr schnell, sich sehr ähnlich sehende Hunde hervor, spült Geld in die Kassen der Züchter, Verbände und Funktionäre.

Wichtig bei der Zucht der Smart-Toller© ist uns weiterhin, dass unsere Hunde während eines langen Lebens gesund bleiben und dass der ursprünglich erzüchtete Charakter der Rasse wieder in den Vordergrund tritt, ebenso erwarten wir wieder makelloses Instinktverhalten, hohe Ausdauer und die für die Retrieverrassen so sehr typische Lebensfreude. Von Generation zu Generation werden die Hunde älter werden so unser Ziel.

 

 

Somit wollen wir auch die noch so junge aber schon sehr stark in Mitleidenschaft gezogene Rasse des Nova Scotia Duck Tolling Retrievers wieder ihrem Ursprung näher bringen und eine Rasse erhalten, die als perfekter Familienhund und als arbeitender Partner bei jeder Art von Freizeitbeschäftigung, genauso wie als Arbeitshund in Rettungsdiensten oder auch Therapieeinrichtungen bis ins hohe Alter eingesetzt werden kann. 

Das sind die wesentlichen Gründe für uns diesen Weg der Zucht zu gehen und dabei werden wir niemals das Wohl jedes einzelnen Hundes aus dem Auge verlieren. Was wir in den Jahren, seit Gründung diese Veredelungszucht, immer wieder erlebt haben sind Züchter die glauben mit unserer Idee die schnelle Mark, den schnellen Euro zu machen. Züchter mit, auf den ersten Blick, wundervollen Hunden. Viele Male sahen wir uns in der Pflicht klarzustellen, dass es uns um die Gesundung einer Rasse geht und wir nicht irgendeine x-beliebige Welpenproduktion dulden, und seien diese Welpen noch so hübsch und niedlich. Leider wird das oft von  Züchtern deren Hunde dann doch als nicht ganz so makellos entlarvt werden, wie sie vorgaben zu sein, dann nicht akzeptiert und es wird versucht mit diesen Hunden trotzdem am Projekt teilzuhaben. Was natürlich auch wieder auffällt und dann auch die dementsprechenden Folgen hat.

Das Alles hatte extrem schädliche Folgen für die Zucht und hätte fast zur Schließung unseres eigens für diese Zucht gegründeten Vereins geführt.

Da wir aber nicht nur unseren Mitgliedern sondern auch zwei nationalen (E.R.A. e.V. und IHV .eV.) und zwei internationalen Organisationen (ACW und IDA e.V.) und deren XXXXX angegliederten Vereinen in XX Ländern mit Ihren XXXXX Mitgliedern und Smart-Toller© Interessierten gegenüber verpflichtet sind und diese Verantwortung gerne tragen, können und wollen wir natürlich keinerlei Ungereimtheiten und "Kungeleien" zulassen. Dies auf rechtlich korrekte Füße zu stellen ist die Aufgabe unserer Anwälte.

 

Brieselang den 09-04-2020